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Die Lage von Selmsdorf im Amt Schönberger-Land

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Selmsdorf Gemeindehaus

Erstmals erwähnt wird Selmsdorf als „Celmerstorpe“ im Jahre 1313 im Einnahmeregister des Bistum Ratzeburg. Das Bauerndorf Selmsdorf, als Angerdorf angelegt, bestand 5 Jahrhunderte. Um 1825 kommt es zur verstärkten Ansiedlung von Handwerkern, Handelsleuten, Arbeitern und Gastwirten. Für diese Entwicklung war wohl hauptsächlich die Nähe zur Hansestadt Lübeck ausschlaggebend. Selmsdorf liegt an der Kreuzung der alten Handelsstraße der Hanse (Lübeck – Wismar), der heutigen Bundesstraße 105 und nach Süden in Richtung Schwerin, der heutigen Bundesstraße 104. Dank seiner günstigen geografischen Lage, einer frühzeitigen Ausweisung von Gewebegebieten sowie dessen vollständige Auslastung und Ansiedlung zahlreicher ökonomisch starker Unternehmen verfügt die Gemeinde heute über die höchste Wirtschaftskraft im Amtsbereich.

In Selmsdorf selbst als auch in seinen Ortsteilen ist eine rege Bautätigkeit festzustellen, die das Erscheinungsbild der Gemeinde positiv verändert. In der Gemeinde leben heute 2.780 Einwohner. Ein Zwischenstopp hier vor Ort lohnt sich immer. Die Selmsdorfer Kirche, ein neugotischer Backsteinbau aus gelben Ziegeln, wurde 1862/64 nach Plänen von Friedrich Wilhelm Buttel errichtet. Die Kirche bekam 1865 eine Orgel mit neugotischem Prospekt. Der Orgelbauer war Herr von Grüneberg aus Stettin. 

Lauen, sackartiges Angerdorf mit Zugang von Norden, von der Chaussee Lübeck – Selmsdorf her, die etwa 500 m entfernt vorbei führt. 

Sülsdorf, guterhaltenes sackartiges Angerdorf mit großen Brinkflächen -südlich und nördlich des Dorfes, welches etwa 500 m abseits der Chaussee  Selmsdorf – Dassow liegt. Nahe der Chaussee am Weg nach Teschow  befindet sich ein Denkstein für den Lübecker Bürger Marquard Bötzow, 1398 errichtet.   

Teschow ( Ort des Tesk), dreieckiges Angerdorf an der nördlichsten Spitze des Landes auf der Halbinsel zwischen Trave, Pötenitzer Wiek und Dassower See. Gebäude rundlingsartig radial gestellt. Einziger Zugang von Südwesten. Eine Schule existierte von 1700 bis 1934. Die Hünengräber sind am „Hogen Steen“. Das Dorf liegt so versteckt, dass es 1812 von den Franzosen nicht entdeckt wurde.

Zarnewenz, Straßendorf mit senkrecht zur Dorfstraße  gestellten Gebäude, unmittelbar an der Lübeck-Dassower Chaussee, erstreckt es sich bis an den Dassower See. 
Bei der großen Sturmflut im Jahre 1872 wurde die untere Hälfte des Dorfes durch Überschwemmung verwüstet.

 

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